Parkett reinigen erfordert etwas mehr Sorgfalt als die Reinigung vieler anderer Bodenbeläge. Echtes Holz reagiert empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit, ungeeignete Reinigungsmittel und kleine Schmutzpartikel, die Kratzer verursachen können.
Besonders wichtig ist die Frage, ob das Parkett geölt, gewachst oder versiegelt ist. Die Oberfläche entscheidet darüber, welche Reinigung und Pflege geeignet ist. Unabhängig davon gilt jedoch fast immer: Parkett sollte nur nebelfeucht und niemals richtig nass gewischt werden.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir 8 praktische Tipps, mit denen du Parkett reinigen kannst, ohne den Holzboden unnötig zu belasten.
Parkett reinigen: Die wichtigsten Regeln
- Staub, Sand und Krümel zuerst trocken entfernen
- Parkett nur nebelfeucht wischen
- stehendes Wasser sofort aufnehmen
- Reinigungsmittel passend zur Oberfläche auswählen
- Holzreiniger sparsam dosieren
- weiche und saubere Wischbezüge verwenden
- geöltes und versiegeltes Parkett unterscheiden
- Pflegehinweise des Bodenherstellers beachten
Eine Übersicht zur Reinigung weiterer Bodenarten findest du in unserem Ratgeber Boden richtig reinigen. Wenn nach dem Wischen Schlieren sichtbar bleiben, helfen außerdem unsere Tipps zum streifenfreien Wischen.
Geöltes oder versiegeltes Parkett: Was ist der Unterschied?
Bevor du Parkett reinigen möchtest, solltest du möglichst wissen, wie die Holzoberfläche behandelt wurde. Geöltes und versiegeltes Parkett unterscheiden sich deutlich bei Reinigung und Pflege.
Geöltes und gewachstes Parkett
Bei geöltem Parkett bleibt die natürliche Holzstruktur weitgehend erhalten. Das Öl schützt die Oberfläche, bildet jedoch keine vollständig geschlossene Lackschicht. Deshalb sollte geöltes Parkett besonders schonend und mit wenig Feuchtigkeit gereinigt werden.
Je nach Beanspruchung kann außerdem in größeren Abständen eine erneute Pflege beziehungsweise ein Nachölen notwendig werden. Dabei solltest du dich an die Vorgaben des Boden- oder Ölherstellers halten.
Versiegeltes oder lackiertes Parkett
Versiegeltes Parkett besitzt eine schützende Lackschicht. Diese macht die Oberfläche widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit, trotzdem sollte auch lackiertes Parkett nicht nass gewischt werden. Wasser kann insbesondere über Fugen oder beschädigte Stellen in das Holz gelangen.
| Parkettart | Reinigung |
|---|---|
| Geölt / gewachst | nebelfeucht, geeigneter Holzreiniger, besonders schonend reinigen |
| Versiegelt / lackiert | nebelfeucht und mit einem für lackierte Holzböden geeigneten Reiniger |
1. Parkett zuerst trocken reinigen
Bevor du Parkett feucht reinigst, solltest du Staub, Haare, Sand und kleine Steinchen entfernen. Besonders Sand kann wie feines Schleifpapier wirken und beim Wischen Kratzer auf der Holzoberfläche verursachen.
Geeignet sind ein weicher Besen oder ein Staubsauger mit einer für Parkett beziehungsweise empfindliche Hartböden geeigneten Düse.
2. Parkett nur nebelfeucht wischen
Der wichtigste Grundsatz beim Parkett reinigen lautet: nebelfeucht statt nass. Der Wischbezug sollte so gut ausgewrungen sein, dass kein sichtbarer Wasserfilm auf dem Holzboden zurückbleibt.
Zu viel Wasser kann über Fugen und beschädigte Bereiche in das Holz eindringen. Dort kann Feuchtigkeit zu Verformungen, aufgequollenen Stellen oder anderen dauerhaften Schäden führen.
3. Parkett möglichst gleichmäßig wischen
Arbeite mit einem sauberen und gut ausgewrungenen Wischbezug in gleichmäßigen Bahnen. Dadurch verteilst du die Feuchtigkeit kontrolliert über den Boden und reduzierst die Gefahr von Schlieren.
Stark verschmutzte Stellen können gezielt behandelt werden. Besser ist es, eine Stelle bei Bedarf zweimal schonend zu reinigen, statt den gesamten Boden sehr nass zu wischen.
4. Den richtigen Reiniger für Parkett verwenden
Welcher Reiniger geeignet ist, hängt vor allem von der Oberfläche des Parketts ab. Aggressive Allzweckreiniger, Scheuermittel und stark entfettende Produkte sollten auf empfindlichen Holzböden nicht ungeprüft verwendet werden.
Beim Parkett reinigen gilt außerdem: Mehr Reinigungsmittel bedeutet nicht automatisch mehr Sauberkeit. Eine sparsame Dosierung verhindert unnötige Rückstände und schont die Oberfläche.
HAKA Holzreiniger für Parkett und Holzböden
Für Holzböden eignet sich beispielsweise der HAKA Holzreiniger Boden. Er ist laut Hersteller für Holz- und Korkoberflächen vorgesehen und besonders für geölte und gewachste Holzböden wie Parkett und Dielen geeignet.
Der Reiniger wird sehr sparsam eingesetzt: HAKA empfiehlt 3 bis 5 Spritzer auf 5 Liter Wasser. Für Parkett sollte der Wischbezug anschließend gut ausgewrungen werden, damit der Boden nur nebelfeucht gereinigt wird.
Bei unbekannten oder besonders empfindlichen Böden solltest du zusätzlich die Pflegehinweise des Parkettherstellers beachten und ein neues Produkt zunächst an einer unauffälligen Stelle testen.
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5. Den richtigen Wischbezug für Parkett verwenden
Gerade bei empfindlichem Parkett ist ein weicher Wischbezug sinnvoll. Er sollte Feuchtigkeit gut aufnehmen, sich leicht auswringen lassen und keine harte oder scheuernde Oberfläche besitzen.
HAKA Baumwoll-Mix Bodenwischer für empfindliches Parkett
Für empfindliche Holzböden bietet HAKA einen Baumwoll-Mix Bodenwischer an. Der Bezug besteht aus einer Baumwoll-Polyester-Mischung ohne Mikrofaser und wird vom Hersteller ausdrücklich auch für gewachstes und geöltes Parkett, Dielen und Kork empfohlen.
Der Wischer lässt sich sowohl trocken als auch nebelfeucht einsetzen und gut auswringen. Damit passt er besonders gut zur schonenden Reinigung empfindlicher Holzböden.
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Der von HAKA ebenfalls angebotene Universal Microbodenwischer ist dagegen laut Hersteller nicht für geöltes Parkett und Kork vorgesehen. Für diese empfindlichen Oberflächen ist deshalb der Baumwoll-Mix-Wischer die passendere Wahl.
6. Stehende Feuchtigkeit sofort entfernen
Wasser sollte niemals längere Zeit auf Parkett stehen bleiben. Verschüttete Getränke, Wasser aus Blumentöpfen oder zu nasse Stellen beim Wischen sollten möglichst sofort aufgenommen werden.
Je schneller die Feuchtigkeit entfernt wird, desto geringer ist das Risiko, dass Wasser über Fugen oder kleine Beschädigungen in das Holz eindringt.
7. Parkett regelmäßig, aber nicht unnötig nass reinigen
Regelmäßiges Saugen oder Kehren ist bei Parkett meist wichtiger als sehr häufiges feuchtes Wischen. Dadurch werden Sand und andere abrasive Schmutzpartikel entfernt, bevor sie die Oberfläche beschädigen können.
Eine nebelfeuchte Reinigung kann in vielen Wohnbereichen etwa einmal pro Woche oder einfach nach Bedarf erfolgen. In wenig genutzten Räumen kann auch ein längerer Abstand ausreichend sein.
8. Parkett langfristig vor Kratzern schützen
Nicht nur die Reinigung entscheidet darüber, wie lange ein Parkettboden schön bleibt. Einige einfache Maßnahmen schützen die Holzoberfläche bereits im Alltag.
- Filzgleiter unter Stühlen und Möbeln verwenden
- Fußmatten im Eingangsbereich einsetzen
- Sand und Steinchen regelmäßig entfernen
- Möbel nicht über den Boden ziehen
- verschüttete Flüssigkeiten sofort aufnehmen
- Pflegezustand von geöltem Parkett regelmäßig prüfen
Versiegeltes Parkett reinigen
Auch versiegeltes beziehungsweise lackiertes Parkett sollte nur nebelfeucht gereinigt werden. Die Lackschicht schützt zwar die Holzoberfläche, Fugen und beschädigte Bereiche bleiben jedoch empfindlich gegenüber Wasser.
Für lackierte Holzböden kann ein dafür vorgesehener Reiniger eingesetzt werden. HAKA führt hierfür beispielsweise den Glanzreiniger Boden. Dieser wird für lackierte Holzböden angeboten, ist laut Hersteller jedoch nicht für geöltes Parkett oder Kork geeignet.
Dadurch ist die Unterscheidung wichtig: Für geöltes oder gewachstes Parkett eignet sich der HAKA Holzreiniger deutlich besser, während bei lackierten Holzböden auch ein für diese Oberfläche freigegebener Reiniger verwendet werden kann.
Parkett streifenfrei reinigen
Streifen auf Parkett entstehen häufig durch eine zu hohe Reinigerdosierung, einen verschmutzten Wischbezug oder zu viel Wasser. Verwende deshalb möglichst wenig Reinigungsmittel und wechsle beziehungsweise reinige den Wischbezug regelmäßig.
Bleiben nach dem Parkett reinigen Schlieren zurück, kann ein zweiter Durchgang mit einem sauberen und sehr gut ausgewrungenen Bezug helfen. Weitere Tipps findest du unter Streifenfrei wischen.
Kann man Parkett mit einem Dampfreiniger reinigen?
Bei einem Dampfreiniger treffen Feuchtigkeit und Wärme auf die Holzoberfläche. Deshalb sollte ein Dampfreiniger auf Parkett nur verwendet werden, wenn der Hersteller des jeweiligen Bodenbelags dies ausdrücklich erlaubt.
Ohne eine solche Freigabe ist die nebelfeuchte Reinigung mit einem gut ausgewrungenen Wischbezug die deutlich sicherere Methode.
Typische Fehler beim Parkett reinigen
- Parkett zu nass wischen
- stehendes Wasser nicht sofort entfernen
- Reinigungsmittel überdosieren
- aggressive Allzweck- oder Scheuermittel verwenden
- geöltes und versiegeltes Parkett gleich behandeln
- Sand und Steinchen vor dem Wischen nicht entfernen
- harte oder verschmutzte Wischbezüge verwenden
- Dampfreiniger ohne Herstellerfreigabe einsetzen
Weitere typische Fehler findest du in unserem Ratgeber Häufige Fehler beim Boden reinigen.
Wie oft sollte man Parkett reinigen?
Wie oft du Parkett reinigen solltest, hängt davon ab, wie stark der Raum genutzt wird. Staub und lose Verschmutzungen können regelmäßig trocken entfernt werden.
Eine nebelfeuchte Reinigung ist in vielen Haushalten ungefähr einmal pro Woche oder nach Bedarf ausreichend. Stark beanspruchte Bereiche können häufiger trocken gereinigt werden, ohne den Boden jedes Mal feucht zu wischen.
Weitere Orientierung findest du auch in unserem Ratgeber Wie oft sollte man den Boden wischen?.
FAQ: Parkett reinigen
Wie reinigt man Parkett am besten?
Zuerst sollten Staub, Sand und Krümel trocken entfernt werden. Anschließend Parkett mit einem sauberen und gut ausgewrungenen Wischbezug nur nebelfeucht reinigen. Der verwendete Reiniger muss zur jeweiligen Parkettoberfläche passen.
Welcher Reiniger eignet sich für geöltes Parkett?
Für geöltes Parkett sollte ein dafür vorgesehener Holzreiniger verwendet werden. Der HAKA Holzreiniger ist laut Hersteller besonders für geölte und gewachste Holzböden wie Parkett und Dielen geeignet.
Wie viel HAKA Holzreiniger benötigt man?
HAKA empfiehlt für den Holzreiniger 3 bis 5 Spritzer auf 5 Liter Wasser. Bei Parkett sollte der Wischbezug anschließend sehr gut ausgewrungen und der Boden nur nebelfeucht gereinigt werden.
Kann man Parkett mit Mikrofaser wischen?
Das hängt von der Oberfläche und den Herstellerangaben ab. Für empfindliche, geölte oder gewachste Holzböden kann ein schonender Bezug ohne Mikrofaser die bessere Wahl sein. HAKA empfiehlt dafür beispielsweise den Baumwoll-Mix Bodenwischer.
Kann man Parkett nass wischen?
Parkett sollte grundsätzlich nicht nass, sondern nur nebelfeucht gewischt werden. Stehende Feuchtigkeit sollte sofort aufgenommen werden.
Wie erkennt man geöltes oder versiegeltes Parkett?
Das lässt sich nicht bei jedem Boden allein anhand der Optik sicher feststellen. Wenn du dir unsicher bist, solltest du vorhandene Unterlagen zum Boden prüfen oder beim Hersteller beziehungsweise Verleger nachfragen, bevor du spezielle Pflegeprodukte verwendest.
Fazit: Parkett reinigen und Holz langfristig schützen
Parkett reinigen bedeutet vor allem, Feuchtigkeit zu kontrollieren und die Reinigung an die jeweilige Holzoberfläche anzupassen. Staub und Sand sollten regelmäßig trocken entfernt werden, während die Feuchtreinigung nur nebelfeucht erfolgt.
Bei geöltem und gewachstem Parkett ist ein geeigneter Holzreiniger sinnvoll. Für versiegelte Böden gelten andere Pflegeanforderungen. Wer die Herstellerhinweise beachtet, Reinigungsmittel sparsam dosiert und einen weichen Wischbezug verwendet, kann die natürliche Holzoptik langfristig erhalten.
Informationen zum sparsamen und umweltbewussten Einsatz von Reinigungsmitteln findest du außerdem beim Umweltbundesamt.
